Potpourri aus 19 Klassikern in 150 Sekunden

Abwechslungsreiche Blasmusik mit mehr als hundert Musikern beim Konzert "S-p-e-k-t-r-u-m BLASMUSIK" in Aglasterhausen

Aglasterhausen. (cka) Zu ihrem abendfüllenden Konzert "S-p-e-k-t-r-u-m BLASMUSIK" lud die Feuerwehrkapelle Aglasterhausen am Samstag, den 22.11.08 in die heimische Sport- und Festhalle ein. Monika Schäfer, die 1. Vorsitzende des Vereins, begrüßte das Publikum in der vollbesetzten Halle und wünschte einen angenehmen Abend mit mehr als 100 Musikern bei abwechslungsreicher Blasmusik.
In der Musik beginne das Alphabet mit "B-A-C-H", stellte Dirigent Werner Engelhardt die ersten beiden Stücke vor, mit welchen die Bläserensembles "AllesBläser" und "Wirbelwinde" der Musikschule Mosbach den Konzertabend eröffneten; aus Johann Sebastian Bachs Feder: "O Ewigkeit, du Donnerwort" (BWV 20) und "In allen meinen Taten" (BWV 367).
Die jungen Musiker reisten weiter auf die grüne Insel und wandten sich in "Salley Gardens", einem der schöneren Liebeslieder Irlands zu. Bevor in "Asia Rock" von Dizzy Stratford richtig los gefetzt wurde, kamen mit "Barcarole" und "Cancan" zwei Stücke des Komponisten Jacques Offenbach auf die musikalische Bühne.


Den mittleren Programmteil bestritt die Feuerwehrkapelle Aglasterhausen gemeinsam mit dem Musikverein Asbach. Mit Bachs "Bist du bei mir", das Dirigent Werner Engelhardt als eines der "ergreifendsten Liebeslieder" in der Musikgeschichte charakterisierte, erfolgte der Einstieg bachtypisch leicht verhalten. Der anschließende Schnellkurs in klassischer Musik -"Classics On Parade" von Michael Friedmann- stolzierte atemberaubend durch 19 melodische Ohrwürmer von Mozart, Haydn, Dvorák, Offenbach, Brahms, Vivaldi, Grieg und des Strauss-Clans etc. in exakt 150 Sekunden. Logisch, dass da manchem Bläser sprichwörtlich die Spucke weg blieb.

Was natürlich überhaupt nichts nützte, da es im musikalischen Alphabet gleich fulminant mit "A-B-B-A" weiterging, nämlich mit den bombastischen "Selections from MAMA MIA", dem Erfolgsmusical Schwedens wohl bekanntester Pop-Gruppe Abba. Aus "Tarzan", die Musik dazu schrieb der Engländer Phil Collins, war einfühlsam die Titelmelodie mit ihrer schmachtvollen Liebeserklärung "You'll be in my heart" zu hören.

In "Big Band Stomp", wurden schöne Big-Band-Nummern des Holländer Arrangeurs Kees Vlak, im "zwölf-taktigen Bluesschema" aus den 30-er und 40-er-Jahren drall und keck aufgefrischt. Richtig wild ging es nach einem Timbales-Intro-Solo in "Can't take my eyes off you" zu. In dem mit lateinamerikanischen Rhythmen durchhauchten Stück erhielt die Percussion-Section der beiden Orchester für ihre schmissigen Improvisationen wohlverdienten Zwischenapplaus. Mit "Blaze Away", einem Marsch des Amerikaners Abraham Holzmann, gingen die beiden Kapellen in die verdiente Pause.


Im letzten Teil des kurzweiligen blasmusikalischen Abends trat die Stadkapelle Wiesloch, in der Werner Engelhardt über Jahre hinweg mitwirkte, unter Leitung von Harald Weber auf. Nach der satten Ausbreitung voluminöser und dennoch fein ziselierter Klangteppiche u.a. von Meyerbeers "Coronation March", Puccinis "Nessum Dorma" und Alfred Reeds "El camino real" schlichen sich noch die "Bayerische Polka" und "Graf Zeppelin" in die Gehörmuscheln der zufriedenen Zuhörer. Zur heftig herbei geklatschten Zugabe kamen noch die Musiker der Feuerwehrkapelle Aglasterhausen und des Musikvereins Asbach mit auf die Bretter. Der verdiente Applaus wurde stehend vom Publikum dann nicht nur für den "Gruß an Böhmen" und das "Hoch Badnerlied" gespendet, sondern in Gänze für den rundum gelungenen Bläserabend.

28.11.2020 - Feuerwehr Aglasterhausen - Free Joomla 3.5 Templates.